Urban Gardening

 

Urban Gardening in Frankfurt-Eschersheim




Urban Gardening
In immer mehr Städten und Gemeinden verbreiten sich Anlagen von Gemeinschaftsgärten und anderen Formen des „Stadtgärtnerns“. Dies entspringt zum einen dem steigenden Interesse an der Eigenproduktion gesunder Lebensmittel, zum anderen der Pflege des gemeinschaftlichen sozialen Miteinanders. So wie „Tortuga Eschersheim“ entstehen viele Gärten durch öffentliche Förderung mit dem Ziel, dass sie aus eigener Kraft Bestand haben.

"Gemeinschaftsgarten" (wikipedia)
"Urbaner Gartenbau" (wikipedia)


Urban Gardening in Frankfurt

Urban Gardening in Frankfurt: die Stadt als Garten
Frankfurter Beete – Der Blog zum Thema Urban Gardening
Übersichtskarte "Gemeinschaftsgärten in Frankfurt"


Wozu ein Gemeinschaftsgarten, wenn es in der Nähe Schrebergärten gibt?
• Das Mitmachen bei einem Gemeinschaftsgarten ist viel einfacher. Du brauchst keine Mitgliedschaft, keinen Teilnahmebeitrag, keinen Mietvertrag, nicht einmal Pflanzen- oder Anbaukenntnisse.
• Wer den Spaß am Gärtnern entdeckt, interessiert sich vielleicht mit der Zeit auch für einen eigenen Schrebergarten.
• Ein Gemeinschaftsgarten ist öffentlich und dient auf diese Weise mehr dem Gemeinwohl.
• Bevor „Tortuga Eschersheim“ gegründet wurde, befand sich dort jahrzehntelang eine ungenutzte Brachfläche. Ein Gemeinschaftsgarten bietet in vielen Fällen die Möglichkeit, öffentlichen Raum aktiv mitzugestalten.


Warum überhaupt Gemüseanbau mitten in der Stadt?
Das gestiegene Interesse an der Eigenproduktion von gesunden Lebensmitteln hat viele gute Gründe und ist daher mehr als nur ein Trend. In manchen Städten mit hoher Arbeitslosigkeit, Armut oder störanfälliger Versorgung mit Nahrungsmitteln (z.B. Thessaloniki, Havanna, São Paulo, St. Petersburg, Detroit) leisten Gemeinschaftsgärten oft still und unauffällig einen existenziellen Beitrag zur Grundversorgung vieler Menschen. Im Zusammenhang mit dem globalen Temperaturanstieg verändert sich bei vielen Menschen das Bewusstsein für den Wert von Landwirtschaft, Natur, Umwelt, Pflanzen, Tieren und Nahrungsmitteln. Städte müssen sich dahingehend neu erfinden und Wege suchen, wie sie mehr eigene Lebensmittel selbst anbauen können und sicherstellen, dass wichtige Waren und Dienstleistungen wieder von jedem Haus aus zu Fuß erreichbar sind. Permakultur bedeutet sowohl in der globalen Wirtschaft als auch im kleinen Garten vor Ort, den natürlichen Kreislauf der Ressourcenflüsse wieder zu schließen.

Darüber hinaus hat Urban Gardening hat z.B. auch einen positiven Einfluss auf das soziale Miteinander. Es ist ein wichtiges Puzzlestück zu einer urbanen Gesellschaft mit weniger Einsamkeit, weniger Rücksichtslosigkeit und mehr Gemeinwohl. (1)



Quellenangabe:
Brock, Adam: Change Here Now: Permaculture Solutions for Personal and Community Transformation · Berkeley (California): North Atlantic Books 2017; Chapter 23 „Slow Cities“


Ansprechpartner:  Anna, Kuwe und Peter   tortuga@transition-town-frankfurt.de